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Schlechtes Karma?
Nachdem der erste Schulbus angekommen war und ich auf "meinen" wartete, unterhielt ich mich, um mir die Zeit zu vertreiben, mit dem Fahrer. Es vereinfachte das Gespräch keineswegs, dass jedes zweite Wort von ihm ein "yeeeeee" war, aber irgendwann hatte ich dann doch herausgefunden, dass der Bus aus Goodooga auf Grund des schlechten Wetters morgens erst gar keine Kinder gebracht hatte und folglich heute keine holen würde. Die Sekretärin der Schule, die mich eh schon ausführlich ausgequetscht hatte und somit meine Geschichte kannte, fing an zu lachen und meinte nur, das es ja immer besser würde. Da fiel ihr "Swifty" - der Postmann - ein, er führe jeden Tag um 14.00 Uhr nach Goodooga und könne mich ja mitnehmen. Es scheint fast überflüssig zu erwähnen, dass wir bereits 15.10 Uhr hatten und ich mit Swiftys Nummer in der Tasche zurück zu Bluey's Motel ging. Hatte ich schon erwähnt, dass das Vodafone-Netz hier draußen nicht funktioniert? Was lernen wir daraus? Nicht auf "Global Player" setzen, sondern die einheimischen Unternehmen unterstützen - immer! Nachdem Margie für mich geklärt hatte, dass Swifty mich nicht mitnehmen könne, weil es "against the rules" sei ( Hallo? Hier draußen in Lightning Ridge, mit ca. 2000 Einwohnern, leben Menschen, die sich vor dem Gesetz verstecken. Bestimmt nicht deshalb, weil die Polizeipräsenz so hoch ist). Egal. Margie verschaffte mir dann doch noch eine Mitfahrgelegenheit für den nächsten Morgen - Harry, der wohl jeden Tag zwei Minenarbeiter aus Goodooga abholt.
Eine weitere Nacht später ging es dann endlich nach Goodooga und Harry erzählte mir ausführlich über die von Australien nichtswissenden, dummen Snobs aus Sydney und den anderen Großstädten, die keine Ahnung haben, wie es ist, sich hier draußen im Outback zu bewegen. Wenn man durch den "black soil" watet und der überaus klebrige und schnell antrocknende Lehm unter den Füßen immer mehr wird und man irgendwann auf "Highheels" läuft. Dann erzählte er mir noch ein wenig über das Land. In Goodooga angekommen wünschte er mir dann noch viel Glück für mein Vorhaben bis Mogila Station zu laufen.
Im "post office" selbst schaute man mich ebenfalls kopfschüttelnd an und wünschte mir nach einem ungläubigen: "Das sind 10 km durch den schwarzen Schlamm" - viel Glück. Goodooga selbst ist ein winziges Dorf mit einer Handvoll Häusern und ein auf der Veranda des letzten Hauses sitzender Mann rief mir zu, wo es hinginge. "Mogila Station" - gleiche Prozedur. "That's 10 ks! Good luck, man!" Auch wenn man betonen muss, dass hier draußen niemand weiter läuft als 500 Meter, wusste ich bald, was sie meinten. Das Ende der asphaltierten Straße war schnell erreicht und vor mir lagen 10 km vom Regen durchweichter schwarzer Lehmboden bei angenehmen schattenlosen 28 Grad und mit 18 kg Gepäck. Nichts, was nicht zu schaffen wäre, aber den Lehm hatte ich nun wirklich unterschätzt. Zu jedem 10 cm tief versinkenden Schritt gesellten sich schon bald 2kg Lehm pro Fuß, der sich nicht entfernen ließ. Ich habe später erfahren, dass es zwar ein wenig Mut erfordert, aber enorm leichter ist, solch einen Weg barfuss zu absolvieren. - Stehenbleiben hingegen war alles andere als ratsam, da die Fliegen hier draußen keinen Unterschied zwischen Rindern und Menschen machen und sich gerne auch mal in den Ohren verkriechen oder aus den Augen trinken wollen und sich in der Menge gleich verzehnfachen, hält man kurz inne. 10 km atemberaubende, menschenleere Natur und drei Stunden später kam ich dann endlich an der Abzweigung, die mich zur Farm bringen würde, an. (Für eine Rundumsicht meines Weges unten auf das Panorama klicken und im neuen Fenster noch einmal...)
Auf den letzten 1000 Metern zu meinem Zielort begleitete mich eine Gruppe von zehn Schafen zu meiner Linken. Eines strauchelte kurz und ich vermutete zunächst, es sei in ein kleines Erdloch getreten; Als die Gruppe jedoch vor mir den Weg überquerte, brach es vor meinen Füßen zusammen und hatte doch allen Ernstes die Nerven einfach zu sterben. Kein Kommentar.
Gut erschöpft und schweißdurchtränkt war ich endlich angekommen - es konnte nur besser werden... ...und das wurde es. - Mogila Station:
- Wanderer
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Im "post office" selbst schaute man mich ebenfalls kopfschüttelnd an und wünschte mir nach einem ungläubigen: "Das sind 10 km durch den schwarzen Schlamm" - viel Glück. Goodooga selbst ist ein winziges Dorf mit einer Handvoll Häusern und ein auf der Veranda des letzten Hauses sitzender Mann rief mir zu, wo es hinginge. "Mogila Station" - gleiche Prozedur. "That's 10 ks! Good luck, man!" Auch wenn man betonen muss, dass hier draußen niemand weiter läuft als 500 Meter, wusste ich bald, was sie meinten. Das Ende der asphaltierten Straße war schnell erreicht und vor mir lagen 10 km vom Regen durchweichter schwarzer Lehmboden bei angenehmen schattenlosen 28 Grad und mit 18 kg Gepäck. Nichts, was nicht zu schaffen wäre, aber den Lehm hatte ich nun wirklich unterschätzt. Zu jedem 10 cm tief versinkenden Schritt gesellten sich 


